"Ich habe es nicht für die Wissenschaft getan und nicht für die Anerkennung. Ich bin einfach fies." (Zombie Town)

B-Moviebewertung





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Name: Troll 2Land: Italien
Originaltitel: Troll 2Jahr: 1990FSK: 16
Genre: Horror


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
Willkommen in Nilbog, einer romantischen kleinen Stadt irgendwo in den USA. Neben der berühmten Nilbog-Milch gibt es hier noch einen ganzen Haufen hungriger Trolle, welche ihre Opfer allerdings erst mal in Gemüse verwandeln. Sind schließlich alle Vegetarier.
Mitten in diese Idylle platzt nun die Familie Waits, die dort Urlaub machen möchte und lernt auch gleich die Willkürherrschaft des örtlichen Sheriffs "Gene Freak" kennen, der sie gerne als nächstes Festmahl der Trolle sehen würde. Doch dann kommt dem kleinen Joshua Waits sein unlängst verstorbener Großvater zu Hilfe und gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen die mörderischen Trolle auf.
Dazu kommt die anfangs erwähnte Nilbog Milch, der "Stonehenge Magic Stone", eine Troll-Belagerungsarmee, Troll-TV und eines der wohl dümmsten Enden der Filmgeschichte.
Der Zuschauer sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt, dass er beim Genuss dieses Films auf dem schmalen Hochseil seiner geistigen Gesundheit über einer tiefen Grube des lauernden Wahnsinns tanzt. Die Langzeitnebenwirkungen dieses Films konnte das Team bisher auch noch nicht erproben. Aber wir sind sicher, es gibt sie...

Auffällige Fehler (technisch):
In einer Szene ist eine Frau durchgeschwitzt, in der nächsten Kameraeinstellung hat sie absolut trockene Kleidung; die Kostüme der Goblins sind so schlecht, dass man es nicht glauben würde, wenn man es nicht gesehen hätte.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Inkonsequentes, meist untätiges Verhalten der Goblins (keine Ausnutzung von zahlenmäßiger Überlegenheit, selbst bei Provokation durch die Menschen; scheinbar grundlose und plötzliche Änderungen des Verhaltens); Goblinhand schnellt durch Loch in der Decke, obwohl diese viel zu hoch für den Besitzer der Hand liegt und die Reaktionszeit enormst unglaubwürdig kurz war; belagerte menschliche Familie verbarrikadiert sich überhaupt nicht in ihrem Haus.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Goblins tarnen sich als Menschen - sobald sie aber ihre Tarnung fallen lassen benehmen sie sich total hinterwäldlerisch und unterentwickelt.

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Vegetarismus wird lächerlich gemacht (vgl. "Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg").

Bemerkungen:
"Half man, half plant - the goblin's favorite food." (Goblinnahrung verwandelt Menschen in Pflanzen - die Goblins sind schließlich Vegetarier!); Geist des Opas erscheint im "Ferienhaus" im falschen Zimmer und damit der falschen Person: "I still have to learn the layout of this house..."; Goblin-Sheriff zu Anhalter: "I'm Sheriff Gene Freak."; Goblinkönigin kontrolliert das Fernsehen und unterbricht alle anderen Sender durch eine Art Goblin TV, um einen Camper zu ködern; Junge wehrt Goblinhorde mit Hamburger ab (die ekeln sich als gute Vegetarier ungeheuerlich davor); Goblins können "zaubern" und sich beamen; Goblin-Stadt heißt Nilbog ("Goblin spelt backwards!"); Klischee-Ende (trotz der ultimativen Goblin-Zerstörung lebt doch noch eine Goblin-Familie und isst die Mutter des Helden); lange Zeit auf Platz 1 der "Bottom 100" der imdb (= die 100 schlechtesten Filme aller Zeiten).

Zitate:
"There's no coffee in Nilbog! It's the devil's drink!"
"Don't you see? Only the power of goodness can destroy the monsters!"