"Eine Frau ist was tolles. Leider sind die meisten verbittert, weil sie keinen Schwanz haben." (Menschenfeind)

B-Moviebewertung





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Name: Der BerserkerLand: Italien
Originaltitel: Milano odia: la polizia non può sparareJahr: 1974FSK: Indiziert
Genre: Giallo


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
Giulio hat kein Geld und findet es ungerecht, dass andere reich geboren werden und Leute wie er kaum eine Chance haben. Dagegen beschließt er etwas zu tun. Okay, die Ungerechtigkeit ist in seiner Motivation eher von sekundärer Bedeutung. In erster Linie hat er keine Lust zu arbeiten, will aber ein luxuriöses Leben führen. Also beschließt er zusammen mit zwei Kumpels die Tochter des Chefs seiner Freundin zu entführen. Der schon von Anfang an mit homozidaler Intention versehene Plan erfährt im Laufe seiner Umsetzung zunehmend - zumeist wenig planvolle - Anpassungen, die sich in zusätzlichen Morden äußern und auch die eine oder andere Vergewaltigung involvieren. Jedenfalls sind am Schluss deutlich mehr Leute tot als zu Beginn des Films. Was auch an der Reaktion eines zunehmend angefressenen Polizisten liegt.

Auffällige Fehler (technisch):
Dem Kunstblut auf dem Boden sieht man schon recht deutlich an, dass es sich um keine Körperflüssigkeit handelt.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Ob die Handlung jeder einzelnen Rolle an jeder Stelle vernünftig ist, das sei einmal dahingestellt. Das hat aber mit inhaltlich-logischer Konsistenz eigentlich nichts zu tun. Was das angeht, ist das Drehbuch wohl ordentlich geschrieben.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
An wissenschaftlichen Fehlern ist zuminest uns nichts aufgefallen.

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Über diese Frage wurde eine Weile diskutiert. Im Raum stand dabei beispielsweise mal eine Kritik an einem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem in dem die Einen reich geboren werden und Andere kaum Chancen haben. Letztlich sind wir aber zum Schluss gekommen, dass wir auch das nicht so wirklich als ein Bild sehen, das von diesem Film ernsthaft transportiert wird.

Bemerkungen:


Zitate:
"Verschwinde, du Wurm. In diesem Leben will ich dich nicht mehr sehen!"
"Was ist los?" - "Das kann ich dir nicht sagen. Ich brauche Geld."
"Es gefällt dir, wenn ich dich verprügel, was?"
"Dann kannst du von mir haben, was du willst. Vielleicht nicht meine Liebe, aber meinen Schwanz."
"Wenn er nicht irgendwann aufhört zu schießen, dann löst er unser Verkehrsproblem."
"Ich habe sie umgebracht. NA UND!"


Text des News-Eintrags:
Was tut man, wenn einen der Parkraumkontrolleur nach den Papieren fragt? Klar, man erschießt ihn. Was tut man, wenn einen ein Polizist beim Zigarettenautomat aufbrechen erwischt? Klar, man ersticht ihn. Was tut man, wenn die Freundin zu viel weiß? Klar, man ertränkt sie. Was macht man, wenn die Geisel...? Ach, was auch immer. Gründe werden überbewertet. Man durchsiebt sie halt mit dem Maschinengewehr. So geht es zu in diesem Streifen aus dem goldenen Zeitalter des italienischen Polizei- und Gangsterfilms. Ist wahrscheinlich nicht für jedermann die beste Filmempfehlung, aber für Genrefans durchaus interessant.