"Ich will den Vogel nicht vögeln, sondern futtern!" (Santa's Slay)

B-Moviebewertung





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Name: HeartstopperLand: Kanada
Originaltitel: HeartstopperJahr: 2006FSK: 18
Genre: Horror


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
Ein Massenmörder wird auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Dummerweise ist der aber vom Teufel besessen oder irgendwas in der Art (so genau wird das nicht erklärt). Beim Transport des Leichnams zur Obduktion fährt der Sheriff dann dummerweise Sara an, eine suizidal veranlagte Teenagerin, die sich mitten auf die Straße gesetzt hat. Er nimmt sie natürlich zusammen mit der Leiche mit und liefert sie im Krankenhaus ab, wo ihr Bein eingegipst wird. Währenddessen wird die Leiche des Killers in einem stimmungsvoll abgedunkelten Raum obduziert. Wie zu erwarten steht der wieder auf, tötet den Pathologen und macht sich auf die Suche nach Sara. Die soll nämlich seine "unheilige Seele aufnehmen". Weil es so schön ist bringt er zunächst aber erstmal zig andere Leute um, teilweise mit bloßen Händen. Zum Schluss bleiben vom ganzen Krankenhaus (das insgesamt aber merkwürdig verlassen wirkt) nur noch Sara und einer ihrer Mitschüler übrig. Im Endkampf tötet Sara (mit Gipsfuß) den Killer schließlich und sticht ihm sicherheitshalber mehrmals mit einem Skalpell ins Herz. Wie in solchen Situationen zu erwarten steht der kurze Zeit später wieder auf. Dummerweise steht er aber irgendwann zu nah an einer Glastür, woraufhin Sara diese mit einer tragbaren Spielkonsole einwirft und er von einem Tornado nach draußen gesaugt wird.

Auffällige Fehler (technisch):
Der Film ist technisch eigentlich sehr gut umgesetzt. Im Grunde genommen ist uns da nichts wirklich aufgefallen. Lediglich bei der deutschen Synchronisation wird ein einigen Stellen "Sie" und "Du" nicht konsequent durchgehalten.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Im OP herrscht eine Notsituation mit mehreren Schwerverletzten: Es sind offensichtlich nicht genügend Ärzte vor Ort und der Arzt schickt nicht die Schwester in den Keller, um ein Tablett mit Ausrüstung zu holen, sondern geht selber.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Der Killer reißt seinen Opfern das Herz mit der bloßen Hand aus dem Brustkorb und die Rippen scheinen dabei überhaupt kein Problem darzustellen. Der Schrank, in dem die Blutkonserven gelagert werden ist offensichtlich ein Abzug, wie man ihn in Chemielaboren hat und für die Lagerung von Blutkonserven völlig ungeeignet.

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Dem Publikum ist keines aufgefallen.

Bemerkungen:
Was für ein geschäftliches Meeting muss Saras Mutter denn mitten in der Nacht absagen (sie scheint keine Prostituierte zu sein)? Dafür gibt es auch in diesem Film wieder die berühmte rückstoßfreie Pistole mit unendlicher Munition.

Zitate:
"Er reißt dir das Herz raus und sieht dir beim Sterben zu." [...] "Er ist ein echter Herzensbrecher."
"Sie ist eine der Auserwählten, die meine unheilige Seele aufnehmen soll."
"Wir müssen sie in ein Krankenhaus bringen." - "Das ist doch ein Krankenhaus."


Text des News-Eintrags:
Die Todesstrafe taugt als Abschreckung bekanntlich reichlich wenig. Insbesondere wenn es sich um vom Teufel besessene Serienmörder handelt, die nach ihrer Hinrichtung wieder aufstehen und versuchen Besitz vom Körper einer anderen Person zu ergreifen. In so einem Fall kann das Ganze natürlich nur in einem üblen Splattermassaker mit sehr viel Blut enden. Heartstopper ist eigentlich gar kein schlecht gemachter Film. Low-Budget-Produktion, aber trotzdem recht professionell umgesetzt. Vorausgesetzt man ist ein Horrorfan, so kann man sich das durchaus ansehen. Langweilig ist es nicht. Herausragend spannend und unterhaltsam aber auch nicht unbedingt.