"Trespassers will be eaten!" (Hell's Highway - Der Tod lauert in der Wüste)

B-Moviebewertung





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Name: American Warships 2Land: USA
Originaltitel: Bermuda TentaclesJahr: 2014FSK: 16
Genre: Sci-Fi-Monster-Action


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
Die Air Force One stürzt über dem Bermudadreieck ab. Im letzten Moment gelingt es noch, den Präsidenten in eine Rettungskapsel zu setzen. Die Rettungskapsel versinkt erwartungsgemäß im Meer, so dass ein kompletter Flottenverband losgeschickt wird, um ihn da rauszuholen. Bevor man mit einem neuen Experimental-U-Boot runtertauchen kann, tauchen aus dem Meer plötzlich riesige Tentakel auf und greifen die Kriegsschiffe an. Während man an Deck immer schwerere Verluste erleidet, beschließt das Marine-Team, das den Präsidenten retten soll, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Befehlswidrig besteigen sie das neue U Boot und tauchen ab. Dort werden sie von den Tentakeln angegriffen, aber kaum hat man den Motor ausgeschaltet, verlieren die Tentakel auch schon das Interesse. Um ohne Motor zum Ziel zu gelangen, beschließt man einfach kurz bis zum Golfstrom zu fahren und sich von diesem vorantreiben zu lassen. Da der Golfstrom nur wenige Meter weit weg ist und eine unvorstellbare Geschwindigkeit aufweist, ist man recht schnell am Ziel. Warum der Golfstrom genau in das Innere des Monsters führt wird genauso wenig geklärt, wie die Frage, warum dort eine normale Atmosphäre - auch noch unter normalem Atmosphärendruck - herrscht. Egal. Jedenfalls findet man dort eine gewaltige Kammer, in der alle im Bermudadreieck verschollenen Schiffe und Flugzeuge lagern. Aus irgendeinem Grund folgern sie auch noch, dass das eine Stadt sei und von Außerirdischen erbaut ist. Wie sie darauf kommen wird nicht ganz klar, aber das ist ja auch egal. Jedenfalls finden sie den Präsidenten. Zurück zum U-Boot schaffen es allerdings nicht so viele von ihnen, weil die Tentakel kommen. Der Golfstrom bringt sie aber jedenfalls wieder aus dem Monster heraus. Wieder an Bord des mittlerweile stark ramponierten Flaggschiffes muss man feststellen, dass das Monster eigentlich ein Raumschiff ist, das nun auf die USA zufliegt. Um es aufzuhalten beschließt man einen Nuklearschlag. Glücklicherweise kommt der Anführer des Rettungsteams auf die brillante Idee mit einem Hubschrauber in das feindliche Raumschiff hinein zu fliegen und es von dort aus mit einer tragbaren Rakete zu zerstören. Nach einigen Startschwierigkeiten trifft die Rakete endlich ihr Ziel, das Raumschiff explodiert und die Welt ist gerettet.

Auffällige Fehler (technisch):
Die Animationen von Feuer und Explosionen sind für das Jahr 2014 etwas billig gemacht. Man merkt aber, dass man heutzutage auch mit moderatem Budget deutlich bessere Animationen kriegt als noch vor ein paar Jahren. Trotzdem sind die Spezialeffekte bei weitem nicht auf der Höhe der Zeit.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Warum setzt man ein Team aus Marineinfanteristen für eine Unterwasserrettung ein? Es gibt keinen sinnvollen Grund anzunehmen, dass man in 7000 Metern Meerestiefe solche Leute braucht und nicht Experten für Tiefseeoperationen oder einen Arzt. Erstaunlicherweise können diese das ihnen unbekannte U-Boot aber bemerkenswert gut bedienen.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Die Auflistung von wissenschaftlichen Fehlern ist an dieser Stelle vermutlich etwas uferlos. Die Gesetze der Physik haben hier bestenfalls Empfehlungscharakter. Das U-Boot erreicht irrsinnige Geschwindigkeiten und ist wahnsinnig wendig. Der Golfstrom ist eine eng umgrenzte, unvorstellbar schnelle Strömung. In einer Tiefseehöhle herrscht Atmosphärendruck. Und was bitte soll ein Sauerstoffrecycler sein?

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Im Wesentlichen besteht der Film aus einer Ansammlung unglaublich patriotischer und opferbereiter, amerikanischer Soldaten, die die Welt retten. Das Ganze endet damit, dass der Marine-Anführer als strahlender Held (physikalisch völlig unmöglich) per Hubschrauber aus dem abgestürzten Raumschiff herausfliegt und sein Gewehr präsentiert. Was für ein Bild vom Militär so ein Film vermittelt kann man sich selber ausmalen.

Bemerkungen:
Die Größenverhältnisse ändern sich öfters mal. Die Tentakeln oder auch das komplette Monster/Raumschiff haben je nach Ansicht deutlich unterschiedliche Größen.

Zitate:
"Das erklärt alles über das Bermudadreieck."
"Ich habe ihn zwar nicht gewählt, aber was soll's... Retten wir den Präsidenten."
"Was meinen sie mit 'hier auf der Erde'?" - "Das ist eindeutig außerirdisch."
"Ich will ein Tiefseeunterseeboot auf die Suche nach massivem, organischen Leben schicken."
"Was für Informationen besitzen Sie, dass Sie glauben Aliens hätten damit zu tun?"
"Wo ist Preacher?" - "Das war's mit Preacher."


Text des News-Eintrags:
Zuverlässig schlechte Filme. Das kriegt man bei The Asylum geliefert. Unser aller Lieblingsfilmstudio hat sich mal wieder die Mühe gegeben uns nicht zu enttäuschen und sie waren mal wieder sehr erfolgreich. "American Warships 2" ist der x-te Film, der eine Erklärung für das angeblich gehäufte Verschwinden von Schiffen im Bermudadreieck liefert. Wer schon immer geahnt hat, dass es an Außerirdischen liegt, die mit riesigen Tentakeln ihre Opfer angreifen, um ihre Energie zu absorbieren, der findet hier seine Bestätigung. Wer nur eine Bestätigung sucht, dass die Gesetze der Physik völlig überbewertete werden, der wird ebenfalls fündig. Wer auf "Eine exzellente Asylum-Trashperle", wie die Ankündigung auf der DVD-Hülle verspricht, hoffte, der möge sich selbst ein Urteil bilden.