"The art of war is the art of life." (Men of War)

B-Moviebewertung





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Name: Womb RaiderLand: USA
Originaltitel: Womb RaiderJahr: 2003FSK: 16
Genre: Sexploitation


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
Cara Loft ist Archäologin, wie bereits ihr Vater. Jener starb auf der Suche nach drei Relikten, die dem Besitzer die Macht über das Leben verleihen sollen. Loft wird von dem reichen Kunstsammler Dr. Scrotus engagiert, um diese Relikte zu finden und zu ihm zu bringen.

Auffällige Fehler (technisch):
Pistolen bestehen aus Plastik. Die Drehorte passen teilweise so überhaupt nicht zu den Orten, welche sie darstellen sollen. Gedreht wurde übrigens in Arizona und Südkalifornien.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Bei dem Film handelt es sich um einen Softporno mit einigen Handlungsfetzen. Von einer sinnvollen Handlung kann keine Rede sein.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Zulu-Krieger in Kenia? Die Stämme der Zulu leben in Süd Afrika.

Was für ein Bild vermittelt der Film?
An dieser Stelle gab es eine heiße Diskussion. Eine Minderheit sah das Bild: "Frauen sind in erster Linie dazu da, die Phantasien von Männern zu befriedigen." (An dieser Stelle sei erwähnt, dass im Film kein einziger Mann befriedigt wurde. Weder vor, noch hinter der Mattscheibe...).

Bemerkungen:
Welche Anmerkungen macht man zu einem Film, der bereits im DVD-Menü mehr Brust zeigt als die meisten Filme in 90 Minuten und dessen Bösewicht Dr. Scrotus heißt?
Anstatt zu versuchen, dem geehrten Leser den Film zu beschreiben, präsentiere ich an dieser Stelle: "Womb Raider in a nutshell." Der Film beginnt mit Cara Loft, die sich auf ihrem Bett selbst befriedigt (2:18-5:30). Ein weiblicher Ninja in Turnschuhen bricht bei ihr ein und wird mit einem Paar unglaublich billig wirkender Plastikpistolen überwältigt (5:30-9:44). Nach kurzem Dialog geht das Ganze nahtlos in eine Lesbenszene über (9:44-13:55). Anschließend hat sich doch tatsächlich ein wenig Story in den Film verirrt. Es kommen ein paar Dialoge, Cara trifft den Bösewicht Dr. Scrotus (trägt Lidschatten) und wird von diesem angeheuert, um drei Artefakte zu suchen und dabei auch gleich den Tod ihres Vater aufzuklären. Cara reist in die Wüste und verirrt sich. Was macht man in einer derartigen Situation? Ganz klar, man (Frau) zieht sich halbnackt aus, gießt sich einen ordentlichen Schuss aus der Wasserflasche über den BH und macht "Yoga" (27:33-29:55). Anschließend zieht Cara sich komplett aus und ölt sich (mit Sonnenöl?) genüsslich ein (29:55-32:00). Anschließend geht es direkt in den Harem des Nomadenkönigs (regiert über genau ein Zelt), bei dem gerade die Haremsdamen (natürlich halb nackt) tanzen (32:45-35:20). Selbstverständlich mischt Cara mit, alle ziehen sich aus und die nächste Lesbenszene nimmt ihren Lauf (35:20-42:34). Nach dem Diebstahl des ersten Artefakts vom Nomadenkönig geht es direkt nach Kenia. Nach einer längeren Autofahrt (natürlich halb nackt, ist ja schließlich heiß in dem Land) zieht sich Cara noch in Ruhe ihr Dschungeloutfit an. Wir sind mittlerweile bei Minute 48 angekommen und fragen uns, ob es in diesem Film noch so etwas wie eine Story gibt. Und tatsächlich, zwischen 48:00 und 51:54 wird die Geschichte in der Tat weitererzählt! Um das nächste Artefakt zu erobern, muss sich Cara einer unsterblichen Zulu-Kriegerin (mit rosa Federkopfschmuck) stellen. Wie man (Frau) das macht? Halbnackt mit Schlammcatchen natürlich (wie sonst). Nach anschließender Lesbenszene am Lagerfeuer sind wir auch schon bei Minute 60:00 angekommen. Danach haben sich mal wieder ein paar Bröckchen Story in den Film verirrt. Die unsterbliche Zulukriegerin wird erschossen (!), das Artefakt entwendet und ab geht es nach Tibet. Nachdem Cara in ihren Plateauschuhen von einem barfußgehenden Führer zur geheimnisvollen Höhle mit dem nächsten Artefakt geführt wurde, muss sie sich dort den, natürlich halbnackten (und mit Goldfarbe bemalten), Wächterinnen stellen (warum Tibet, warum diese Höhle, warum sind alle ständig halbnackt? Wir wissen es nicht, können uns aber Schlimmeres vorstellen). Wie besiegt man die Wächterinnen? Natürlich in einer weiteren Lesbenszene. Mittlerweile sind alle Statuen gefunden und Cara auf dem Weg zum Oberbösewicht (wir haben mittlerweile bis 1:12:00 durchgehalten). Nach einem Shootout, der das Wort "unglaublich" durchaus verdient hat, wird der Sieg mit einer weiteren Lesbenszene im Whirlpool gefeiert. Dass sich die Damen dabei im Wasser einölen, fällt nach 1:23:15 schon gar nicht mehr ins Gewicht. Zum Abschluss noch ein Kommentar, dass während der Diskussion um den Pornofaktor des Films angemerkt wurde: "Der Referenznippel war nicht in jeder Szene zu erkennen, er wurde oft von Zungen verdeckt."

Zitate:
"Ich habe Yoga, jeden Tag um sieben." - "Yoga wird den Tod Deines Vaters nicht aufklären."
"Ich habe Sie stöhnen hören, werden Sie krank?"
"Wenn Du mich an meiner empfindlichsten Stelle reizt, fange ich an zu reagieren. Meine empfindlichste Stelle ist natürlich meine Ehre."
"Cara, Sie sind ziemlich nackt."
"Ihr seid auserwählt. Ich werde mich preisgeben. Euch und Buddha."


Text des News-Eintrags:
Wer in Google einfach mal "Womb Raider" eintippt, dürfte über einige recht "interessante" Filme für Erwachsene stolpern. Auch wenn "Womb Raider" nicht ganz in dieses Genre fällt, handelt es sich doch um eine, "US-amerikanische erotische Parodie auf die Tomb Raider-Spielereihe bzw. deren filmische Umsetzung". So zumindest, will uns Wikipedia weismachen. Tatsächlich handelt es sich um einen Softporno für Leute, die insgeheim von Angelina Jolie träumen, denen aber klar ist, das die Chance diese jemals in einem Softporno zu sehen etwa so groß sind wie die eines Eiswürfels in der Hölle. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die Hauptdarstellerin Lauren Hays (nach einigen erotischen Filmen zwischen 1990 und den frühen 2000er Jahren) eine Karriere als Country Musikerin gestartet hat.