"Es gibt für einen kleinen, dicken Kerl wie mich nur eine Möglichkeit, um zu gewinnen. Ich muss mogeln." (Fliegende Killer - Piranha II)

B-Moviebewertung





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Name: Bubba Ho TepLand: VSA
Originaltitel: Bubba Ho TepJahr: 2002FSK: 16
Genre: Horrorkomödie


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
In einem Altersheim liegt ein vergessener Mann mit Elviskoteletten, Elvistolle und Elvisbrille - nicht verwunderlich, ist er doch Elvis selbst, wie er erklärt: Eines Tages war er Ruhm und Rummel derart überdrüssig, dass er sein Leben mit dem des Elvisimitators Haff tauscht, um fürderhin sein Leben quasi als Eigenimitat in relativer Beschaulichkeit zu bewenden. Während der eigentliche Haff als Elvis stirbt, überlebt Elvis damit als sein eigenes Imitat Haff, wenn auch mit einem Hüftproblem, dass ihn die meiste Zeit ans Bett fesselt. In eben diesem liegt er auch, als eines Nachts Merkwürdiges im Heim vorgeht: Er wird von einem riesigen Käfer attackiert und kann diesen nur mit Mühe mit einem Elektroheizer eliminieren. Als er seinem Mitbewohner begegnet, einem Schwarzen, der sich selbst für J.F.Kennedy hält, den man zu Vertuschungszwecken schwarz "eingefärbt" und einen Teil seines Hirnes gegen einen Sandsack ausgetauscht hätte, erzählt ihm dieser, dass er beinahe von einer Mumie angegriffen worden ist. Es handele sich tatsächlich um einen Seelensauger, einem Wesen, dass durch einen Autounfall aus seinem altägyptischen Sarg geschleudert und so befreit worden wäre, jetzt allerdings ständig Seelen verspeisen müsse, um weiter auf Erden wandeln zu können und sich als Jagdgründe eben ihr Altersheim erkoren hätte. Trotz ihrer Gebrechen - Elvis ist wie erwähnt gehbehindert und auch der schwarze Präsident Kennedy hat, nun ja, offensichtlich auch so manches Problem - nehmen die beiden den Kampf gegen den ägyptischen Seelenschlürfer auf...

Auffällige Fehler (technisch):
Skarabäus bewegt beim Laufen zwar Beine, man merkt aber deutlich, dass er anders bewegt wird.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Erstes Verbrennen der Mumie hat keine nachhaltige Wirkung, zweites Verbrennen bringt sie um.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Bus stürzt in nicht besonders großen und vor allem sehr seichten Fluss, wird aber nicht wieder gefunden.

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Film suggeriert, alle Alten seien geistig verwirrt und dement durch ausschließliche Darstellung und aberwitzige Überzeichnung entsprechender Fälle.

Bemerkungen:
Das Budget (1 Million US-$) lässt Zweifel an Einstufung als B-Movie; Explosion von zugegeben überreichlich Grillanzünder führt zu Explosion eines Autos und eines Wohnwagens (!); Mumie spricht unverständlich, untertitelt mit Hyroglyphen; Showdown zwischen senilem aber mit Glitzerkostüm ausstaffiertem Elvis mit Gehhilfe und schwarzem John F. Kennedy (der behauptet, er sei nur aus Vertuschungsgründen "eingeschwärzt" und ein Teil seines Gehirns durch einen Sandsack ersetzt) in Rollstuhl einerseits und Mumie mit Cowboystiefeln und -hut andererseits; Mumie muss verdaute Seelen ausscheiden (!), benutzt hierfür normales WC und versieht dessen Wand dabei mit Hieroglyphengraffitti (s. Zitate!).

Zitate:
"Gibt es im Leben noch irgendwas Wichtiges außer Fressen, Scheißen und Sex?"
"Never fuck with the king!"
"Präsident Johnson ist tot." - "Das wird Johnson doch nicht aufhalten!"
"Ich empfange ein paar Wellen, möglicherweise sogar von meinem Gehirn."
"Er wollte sich meine Seele holen - die kriegst du aus jeder halbwegs großen Körperöffnung raus."
Klowandgraffitti: "Pharao verschlingt Eselpenis, Kleopatra schiebt 'ne Nummer"


Text des News-Eintrags:
Der King lebt! Nun ja, der Lack ist etwas ab, die Hüfte macht nicht mehr so ganz mit und auch sein bestes Glied hat so seine Macken, auch hat er dem Glanz der Bühnen und Clubs entsagt. Im Altenheim, dass ihn beherbergt, wohnt dafür auch J. F. K. - der J.F.K. Gut, inzwischen ist er zwar ein Schwarzer, aber das liegt einfach nur daran, dass "die" ihn zu Vertuschungszwecken umgefärbt haben - genau, dieselben "die", welche ihm auch eigenen Aussagen zu Folge auch einen Teil seines Hirns durch einen Sandsack ersetzt haben. Gut, dass er irgendwann auch noch ein Ägyptologiestudium eingeschoben hat, denn eines Tages beginnt eine untote Mumie nicht nur den Bewohnern deren Seelen durch den Allerwertesten abzusaugen, sondern außerdem nach erfolgter Verdauung bei deren finalen Entsorgung unschöne und höchst obszönes Graffiti - wenn auch kindgerecht nur für Ägyptologen entzifferbar - in der Allgemeinheitstoilette anzubringen. Mr. President und der King können das natürlich nicht dulden!