"Was macht die Kettensäge hier?" - "Sie ist Teil unserer Religion." (Mit Motorsägen spaßt man nicht)

B-Moviebewertung





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Name: Babysitter WantedLand: VSA
Originaltitel: Babysitter WantedJahr: 2008FSK: Keine Freigabe
Genre: Horror


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
Die Studentin Angie nimmt einen Job als Babysitterin auf einer einsam gelegenen Farm an. Schon in der ersten Nacht, die sie allein mit einem Kind verbringt, geschehen merkwürdige Dinge: Seltsame Anrufe, Geräusche und ein angreifender Priester versetzen sie in Angst und Schrecken, weshalb sie telefonisch die Polizei informiert. In der Zwischenzeit treffen die Eltern des Kindes wieder ein, die sogleich den Priester erschlagen und die Studentin im Keller fesseln. Der Vater offenbart, dass sein Adoptivsohn Sam der Teufel sei und ausschließlich Frauenfleisch esse. Angie muss miterleben, wie der Vater eine bewusstlose Frau ermordet und ausweidet, um weitere Nahrung für seinen Sohn zu produzieren. Der mittlerweile eingetroffene Polizist bemerkt die Lage und entwaffnet den Vater, wird selbst jedoch von der Mutter schwer verletzt. Angie erschießt die Eltern, doch während der Rückkehr zum Auto ermordet Sam den Polizisten. Angie schafft es, auch Sam zu erledigen und zu flüchten. Im Krankenhaus erfährt sie von einem weiteren Polizisten, dass Sam nie gefunden wurde.

Auffällige Fehler (technisch):
Uncut-Szenen nicht synchronisiert.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
"Ständige Umzüge" widersprechen der selbstständigen Renovierung des aktuellen Hauses.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Dem Publikum ist nichts aufgefallen.

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Dem Publikum ist keines aufgefallen.

Bemerkungen:
Kein Telefon in Studenten-WG; kreative Anmache: erst anrempeln, dann "Stellst du mir nach?" fragen; Babysitter erhält Autoschlüssel; Babysitter macht Tee und rohes Fleisch in der Mikrowelle; permanent beleuchtete Gemälde im alten Bauernhaus; Altar mit brennenden Kerzen im Schrank; Verletzter Babysitter ist erstaunlich schmerzresistent und wehrt sich; Sohn frisst Frauenfleisch und *Buttermilch*; ungenutzte Ansätze: Warum frisst der Sohn nur Frauenfleisch?; betont religiöse Mutter und Tochter (vs. Sohn des Teufels; vs. Goth-Mitbewohnerin der WG); sinnlose Einführung der drogenkonsumierenden Goth-Mitbewohnerin; Polizist wird als Bösewicht angedeutet, grinst fies und hört Telefonanruf mit - taucht aber nie wieder auf; Priester verfolgt Babysitter, obwohl er eigentlich hinter Satans Sohn hinterher ist, dabei existiert noch keine Verbindung zwischen den beiden; Babysitter sammelt zum Schluss Ritualdolch ein: Warum?

Zitate:
"Willst du mal ziehen?" - "Nein, mir fehlt nichts."
"Als ich dich das letzte Mal gesehen hab, hattest du eine verdammte Axt im Schädel stecken."
"Noch so ein verdammter Priester!" - "Die sind wie die Ratten."
"Kurz gesagt: Wir brauchen Essen für Sam. Er mag aber nur Frauenfleisch."
"Ich muss lernen." - "Ach, das müsste ich wohl auch..."


Text des News-Eintrags:
Eine hübsche Schauspielerin, ein brutales Cover und ein verheißungsvoller Titel - was zunächst nach einem guten Splatter aussieht, entpuppt sich schnell als mäßiger Horror. Bei diesem Titel erwartet man zwar keine grandiose, außergewöhnliche Story, aber irgendwie kommt das Ganze auch nicht in Fahrt. Keine der vielen Anspielungen, die alle durchaus Potential haben, wurde ausgearbeitet, zu viele sinnlose Szenen werfen unnötige Fragen auf. Einen Höhepunkt der Geschmacklosigkeit bietet die äußerst intensive, exploitation-artige Ausweidungsszene, eingeleitet von einer langen Erklärung der Hintergründe, die das kommende Unheil geschickt andeutet, worauf hin man zu verstehen beginnt, warum der Film keine Jugendfreigabe bekam. Alles in allem keine schlechte Unterhaltung, allerdings hat man das alles schon mal gesehen.