B-Moviebewertung

| imdb | wiki_de | ofdb |
| Name: African Kung-Fu Nazis | Land: Ghana / Deutschland / Japan | |
| Originaltitel: African Kung-Fu Nazis | Jahr: 2019 | FSK: 18 |
| Genre: Martial Arts |
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Handlung:
Am Ende des 2. Weltkriegs floh Hitler in einem U-Boot. Nicht in die Antarktis, sondern nach Westafrika. Der Umstand, dass das heutige Ghana damals als Kronkolonie Goldküste britisch war, scheint dabei nicht weiter gestört zu haben. Vielleicht ist genau das auch der Trick. Wer rechnet schon damit, dass er sich gerade in einer britischen Kolonie versteckt.
Jedenfalls scheint er auch heute noch putzmunter (und sogar etwas jünger als damals) zu sein. So beginnt er also in Ghana seine Armee aus Karatekämpfern, aufzubauen (richtig gelesen: Die Nazis kämpfen Karate, die Nicht-Nazis kämpfen Kung‑Fu).
Jedenfalls ruft er nicht nur als DJ Adolf zur Party, sondern auch als Führer der Ghan-Arians zum großen Kampfsportevent. Selbstverständlich geht es dabei auf Leben und Tod. Den anderen Kampfsportschulen stattet man vorher schon einen Besuch ab und bringt ihren Meister um. Das führt natürlich wiederum zum Racheschwur, den man erfüllt, indem man am Ghan-Arian-Kampfsportevent teilnimmt. Dort trifft der Held dann unter anderem auf Horseman-Göring und den japanischen Kaiser. Na ja, es wird halt viel Kung-Fu gekämpft und zum Schluss zieht Hitler ein Maschinengewehr, bevor es dann doch noch ein Happy End gibt.
Auffällige Fehler (technisch):
Der Film wurde wohl für etwa zwanzigtausend US-Dollar produziert. Dafür ist er technisch eigentlich ziemlich gut gemacht. Die CGI-Effekte sind natürlich nicht auf der Höhe der Zeit, aber wenn man das Budget berücksichtigt, dann ist das eigentlich alles ziemlich gut gelungen.
Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Nun ja. Um es mal positiv auszudrücken: Es gibt durchaus eine Handlung, die sich durchzieht und irgendwie in sich geschlossen ist.
Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Hitler flieht 1945 zusammen mit dem japanischen Tenno in einem U-Boot nach Ghana und baut dort mit Hilfe einer magischen Blutfahne, durch die er seine Anhänge ihres freien Willens beraubt, eine Armee von afrikanischen Kung-Fu-Kämpfern auf. Was sollte in so einem Film wissenschaftlich nicht korrekt sein?
Was für ein Bild vermittelt der Film?
Der Film erfreut sich an seiner politischen Inkorrektheit. Eigentlich ist er eine wunderschön gemachte Vorlage für so ziemlich jede Form der Empörung. Je nachdem, was man gerade als unmöglich kritisieren möchte: African Kung-Fu Nazis bietet eine Vorlage. Und gleichzeitig kann man eigentlich dann aber auch ziemlich oft genau das Gegenteil herausziehen und darlegen, warum der Film gerade positiv herauszuheben ist. So ist für jeden Bedarf etwas dabei.
Bemerkungen:
- Der Meister wird in einem Sarg beigesetzt, der in Form eines Autos gestaltet ist.Der Film ist im Original ohne Untertitel nur schwer verständlich. Die Untertitel sollte man aber auch nicht überschätzen. So wird "Lang lebe das großdeutsche Reich" beispielsweise mit "Germany is cool" übersetzt.Addaes Verlobte heißt Eva. Als Hitlers Geliebte heißt sie Eva Braungebrannt.
Zitate:
"It's from a man called Hitler... Hitler, funny name."
"Only the best can join us in the fight for the new German Reich."
"Seid zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl und flink wie... Rindfleisch."
"Who are you?" - "I am a drinking master."
"I call it the moonshine style. Here: Drink this!"
"I don't know if I should kill or marry you. Well, I guess I will kill you."
"Everybody has a plan... until you get hit."
Text des News-Eintrags:
Deutsch-japanische Co-Produktion trifft auf afrikanisches Kino. Innerhalb weniger Wochen in Ghana gedreht, schafft es African Kung-Fu Nazis fast alles zu kombinieren, was die Vorratskammer des schlechten Films auf Lager hat. Wer auf politische Korrektheit übertrieben großen Wert legt, der sollte sich vielleicht einen anderen Film für den Abend suchen. Trotzdem verpasst man dann einfach etwas. Zu behaupten, dass der Film eine umfassende afrikanische Perspektive auf große Fragen der Welt bietet, wäre sicherlich übertrieben. Angesichts der Tatsache, dass das ja durchaus umfangreiche afrikanische Filmschaffen bei uns aber so gut wie gar nicht auftaucht, wird man hier zumindest einmal wieder daran erinnert, dass es das auch noch gibt. Außerdem kriegt man schöne Martial Arts, eingebettet in klassischen Trash, der das Herz des Genrefans höherschlagen lässt.
