"Gibt es im Leben noch irgendwas Wichtiges außer Fressen, Scheißen und Sex?" (Bubba Ho Tep)

B-Moviebewertung





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Name: WolfCopLand: Kanada
Originaltitel: WolfCopJahr: 2014FSK: 16
Genre: Horrorkomödie


hochniedrig
Unterhaltungswert:
Pornofaktor:
Gewaltdarstellung:
Gewaltverherrlichung:
Niveau:
Sexismus:
Professionalität:
Realismus:
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Handlung:
Lou Garou ist Polizist und wenig motiviert, dafür aber ständig betrunken. Irgendwann wird er raus in den Wald geschickt, um einer nächtlichen Ruhestörung nachzugehen. Am nächsten Morgen wacht er in seinem Bett auf, nur noch mit einigen vagen Erinnerungen an ein satanisches Ritual. Ach ja, und mit einem fiesen Bartwuchs und einem in den Bauch geritzten Pentagramm. Die erste Verwandlung setzt ein als er gerade Jessica, die Barschlampe, durchräumen will und vorher nochmal zum Kotzen auf die Toilette geht. Statt sich mit Jessica zu vergnügen nimmt er erst einmal ein paar Schläger auseinander, die eigentlich ihn auseinander nehmen wollten.
Am nächsten Morgen findet er sich an ein Bett gefesselt wieder, wo ein Kumpel ihm erzählt was mit ihm los ist. Vor Beginn der nächsten Nacht lässt er sich von seinem Kumpel in eine Zelle einsperren. Nachdem er sich verwandelt hat, spielt er erst einmal mit seinem Kumpel Karten und trinkt natürlich jede Menge Schnaps. Irgendwann geht er aber doch ans Telefon, nimmt einen Notruf entgegen und erledigt endlich seinen Job als Cop. Als Wolfcop. Das Ergebnis kann man sich denken: Etliche Verbrecher werden standesgemäß auseinander genommen.
Als er wieder in der Zelle ist kommt Jessica vorbei und lässt sich von ihm endlich gehörig durchräumen. Natürlich bevor er sich in einen Menschen zurückverwandelt hat. Im Anschluss daran muss er aber feststellen, dass er betäubt wurde und die junge, attraktive Jessica sich in die alte Bürgermeisterin verwandelt hat. Kurz darauf findet er sich an einen Baum gefesselt wieder, wo Jessica (bzw. die Bürgermeisterin) und ein paar andere Gestaltwandler ihn in einem okkultistischen Ritual opfern wollen, um mit seinem Werwolfblut ihr Leben zu verlängern. Zum Glück kommt aber Lous Kollegin vorbei und das Ganze geht aus, wie so ein Film nun einmal ausgeht.

Auffällige Fehler (technisch):
Das Gesicht, das der Wolf einem seiner Opfer abgezogen hat, besteht auch auf der Innenseite aus Haut und ist nicht blutig.

Auffällige Fehler (inhaltlich-logisch):
Der ganze Film scheint inhaltlich-logisch nicht wirklich allzu tief durchdacht. Es ist schließlich ein Film über einen Wolfcop. Innerhalb des Grundkonzepts des Films waren keine größeren Inkonsistenzen zu erkennen.

Auffällige Fehler ("wissenschaftlich", z.B.: historisch, physikalisch, usw.):
Letztlich genau das gleiche wie bei den inhaltlich-logischen Fehler. Im Rahmen der Grundidee ist nichts aufgefallen. Aber die Distanz der Grundidee zur Realität ist nun einmal ziemlich groß.

Was für ein Bild vermittelt der Film?
Es gab eine kleine Diskussion darüber, ob der Umstand, dass Lou ein ungewöhnlich mächtiger Werwolf ist, weil er immer so betrunken ist, ein Bild vermittelt. Die Schlussfolgerung war aber, dass das lediglich Comedy ist und nicht wirklich ein Bild beim Zuschauer vermittelt.

Bemerkungen:
In dem kleinen Ort findet jedes Jahr das "Trink- und Schießfestival" statt. Es leben die Rednecks.
Wie es sich für einen amerikanischen Polizisten gehört, isst Lou am liebsten Donuts. Als echter Alkoholiker isst er aber "Liquor Donuts".
Der Name Lou Garou ist ein Anspielung auf das französische Wort für Werwolf: loup-garou.
Der erste Teil seines Körpers, von dem man sieht, dass er sich in einen Werwolf verwandelt, ist der Penis.

Zitate:
"Kennst den Begriff 'Heavy Metal'?" - "So wie Blei oder Quecksilber?"
"Was ist mit dir los?" - "Was meinst du?" - "Erst warst du faul. Jetzt bist du verrückt."
"Ich sollte jetzt nüchtern sein." Und nimmt einen Schluck.
"Wiederholen sie ihre Aussage!" - "Es war ein großer, verfluchter Wolfcop."


Text des News-Eintrags:
Wenn normale Bullen nicht hart genug sind, dann kann wohl nur noch ein Werwolf helfen. So ein Wolfcop kann endlich mal aufräumen, wo das Verbrechen sonst ungestraft wütet. Der Film dazu klärt uns über so manches Detail sowohl der Polizeiarbeit (im betrunkenen Zustand) als auch des Werwolftums (ebenfalls nicht ganz nüchtern) auf. Nette Idee, wobei man natürlich darüber streiten kann, ob das jetzt besonders geistreich war. Eines ist aber auf jeden Fall sicher: Gäbe es mehr Wolfcops, dann gäbe es deutlich weniger Verbrechen.